Avodah Zarah 27

Kapitel 27

א <big><strong>גמ׳</strong></big> מאי איצטרובלין תורניתא ורמינהו הוסיפו עליהן אלכסין ואיצטרובלין מוכססין ובנות שוח ואי סלקא דעתך איצטרובלין תורניתא תורניתא מי איתא בשביעית
1 GEMARA. Was ist Istrublin? — Tornitha. — Ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Zu diesen fügten sie noch hinzu die Eicheln, Istrublin, die schlechten Feigen und Šuaḥ-Früchte. Wenn man nun sagen wollte, Istrublin seien Tornitha, so hat ja bei diesen das Gesetz vom Siebentjahre keine Geltung,
ב והתנן זה הכלל כל שיש לו עיקר יש לו שביעית וכל שאין לו עיקר אין לו שביעית אלא אמר רב ספרא פירי דארזא וכן כי אתא רבין א"ר אלעזר פירי דארזא:
2 denn wir haben gelernt, die Regel sei, bei allem, was eine Wurzel hat, habe das Gesetz vom Siebentjahre Geltung, und bei allem, was keine Wurzel hat, habe das Gesetz vom Siebentjahre keine Geltung!? Vielmehr, erklärte R. Saphra, sind es die Früchte der Zeder. Als Rabin kam, erklärte er ebenfalls im Namen R. Elea͑zars: die Früchte der Zeder.
ג בנות שוח: אמר רבה בר בר חנה אמר רבי יוחנן תאיני חיוראתא: ופטוטרות: אמר רבה בר בר חנה אמר רבי יוחנן בפטוטרותיהן שנו:
3 Š<small>UAḤ-</small>F<small>RÜCHTE.</small> Rabba b. Bar Ḥana erklärte im Namen R. Joḥanans: Weiße Feigen. S<small>TENGEL.</small> Rabba b. Bar Ḥana erklärte im Namen R. Joḥanans: Mit den Stengeln zusammen.
ד לבונה: אמר רבי יצחק אמר ר"ש בן לקיש לבונה זכה תנא ומכולן מוכרין להן חבילה וכמה חבילה פירש ר' יהודה בן בתירא אין חבילה פחותה משלשה מנין
4 W<small>EIHRAUCH.</small> R. Jiçḥaq erklärte im Namen des R. Šimo͑n b. Laqiš: Reinen Weihrauch. Es wird gelehrt: Von diesen allen darf man ihnen ganze Bündel verkaufen. — Welches Quantum hat ein Bündel? — R. Jehuda b. Bethera sagte, ein Bündel habe nicht weniger als drei Minen. —
ה וליחוש דלמא אזיל ומזבין לאחריני ומקטרי אמר אביי אלפני מפקדינן אלפני דלפני לא מפקדינן:
5 Sollte man doch berücksichtigen, [der Käufer] könnte an andere zur Räucherung verkaufen!? Abajje erwiderte: Verboten ist uns wohl das ‘vor’, nicht aber das ‘vor vor’.
ו ותרנגול לבן: א"ר יונה א"ר זירא אמר רב זביד ואיכא דמתני אמר ר' יונה אמר ר' זירא תרנגול למי מותר למכור לו תרנגול לבן תרנגול לבן למי אסור למכור לו תרנגול לבן
6 E<small>IN WEISSER</small> H<small>AHN.</small> R. Jona sagte im Namen R. Zeras im Namen R. Zebids, manche lesen: R. Jona sagte im Namen R. Zeras: [Fragt er:] wer hat einen Hahn, so darf man ihm einen weißen Hahn verkaufen, [fragt er:] wer hat einen weißen Hahn, so darf man ihm keinen weißen Hahn verkaufen. —
ז תנן רבי יהודה אומר מוכר הוא לו תרנגול לבן בין התרנגולין היכי דמי אילימא דקאמר תרנגול לבן למי תרנגול לבן למי אפילו בין התרנגולין נמי לא
7 Es wird gelehrt: R. Jehuda sagt, mit anderen Hühnern zusammen dürfe man ihm auch einen weißen Hahn verkaufen. In welchem Falle: wollte man sagen, wenn er fragt: wer hat einen weißen Hahn, wer hat einen weißen Hahn, so ist es ja auch mit anderen Hühnern zusammen verboten;
ח אלא לאו דקא אמר תרנגול למי תרנגול למי ואפילו הכי לרבי יהודה בין התרנגולין אין בפני עצמו לא ולת"ק אפילו בין התרנגולין נמי לא
8 doch wohl, wenn er fragt: wer hat einen Hahn, wer hat einen Hahn, und dennoch darf man ihm einen solchen nach R. Jehuda nur mit anderen Hühnern zusammen verkaufen, und nach dem ersten Autor nicht einmal mit anderen Hühnern zusammen!?
ט אמר רב נחמן בר יצחק הכא במאי עסקינן כגון דאמר זה וזה
9 R. Naḥman b. Jiçḥaq erwiderte: Hier handelt es sich um den Fall, wenn er einen solchen und auch andere verlangt hat.
י תניא נמי הכי אמר ר' יהודה אימתי בזמן שאמר תרנגול זה לבן אבל אם אמר זה וזה מותר ואפילו אמר תרנגול זה עובד כוכבים שעשה משתה לבנו או שהיה לו חולה בתוך ביתו מותר
10 Ebenso wird auch gelehrt: R. Jehuda sagte: Nur dann, wenn er gesagt hat: diesen weißen Hahn, wenn er aber diesen und andere verlangt hat, so ist es erlaubt. Wenn aber der Nichtjude zuhause für seinen Sohn ein Gastmahl bereitet, oder wenn er zuhause einen Kranken hat, so ist es erlaubt, selbst wenn er sagt: diesen Hahn. —
יא והתניא עובד כוכבים שעשה משתה לבנו אינו אסור אלא אותו היום ואותו האיש בלבד אותו היום ואותו האיש מיהא אסור אמר רב יצחק בר רב משרשיא בטווזיג
11 Es wird ja aber gelehrt, wenn ein Nichtjude für seinen Sohn ein Hochzeitsmahl bereitet, sei es verboten nur an diesem Tage und mit diesem Manne; an diesem Tage und mit diesem Manne ist es also verboten!? R. Jiçḥaq b. R. Mešaršeja erwiderte: An einem Festmahle. —
יב תנן ושאר כל הדברים סתמן מותר ופירושן אסור מאי סתמן ומאי פירושן אילימא סתמא דקאמר חיטי חוורתא פירושן דקאמר לעבודת כוכבים
12 Wir haben gelernt: Bei allen anderen Dingen ist es allgemein erlaubt und bezeichnet verboten. Was heißt ‘allgemein’ und was heißt ‘bezeichnet’; wollte man sagen, allgemein: wenn er weißen Weizen verlangt, bezeichnet: wenn er für den Götzendienst sagt,